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Panorama Weg

Vom Gleichen zur Bach und quer durch Dörfer...

 

Ausgangspunkt: Parkplatz am Keltenmuseum Glauberg
Wanderzeichen:

Weißer Kreisring

Alternative Einstiege: Bahnhof Stockheim, Bahnhof Glauberg
Wegestruktur: Schotterwege (ca. 1,5 km), Graswege (ca. 5,5 km), asphaltierte Wegstrecken (4,5 km)
Streckenlänge: 11,5 km
Geländeverlauf: sanft hügeliges Gelände, oft eben, wenige Steilstrecken, bei Nässe stellenweise rutschig
Anforderungen: festes Schuhwerk, etwas Kondition, Weg ist nicht barrierefrei
Varianten: 3 Rundwanderwege Glauberg-Plateau, G1, G2 ,G3, jeweils ca. 4 km
   
Anknüpfungen ab Bahnhof Stockheim: 1. „Hessel-Rundweg“ (Auwiesen mit Amphibien, Wasservögeln und Störchen, ca. 2 km)
  2. „Ochsenwiesen bei Effolderbach“ , Einstieg über Vulkan-Radweg (Feuchtwiesen, Heckrinder-Herde, 4 km Pendelstrecke)
  3. „Salzwiesenrundweg Selters, Einstieg über Vulkanradweg (Salzwiesenflora, Wasservögel, Kloster Konradsdorf

 


Kurzbeschreibung Glauburg

Die offenen Flussauen prägen hier das Landschaftsbild. Man kann beschaulich wandern und Geschichte hautnah erleben. Der Wanderer genießt auf jeder Anhöhe fantastische Ausblicke. Stockheim, ein Ortsteil Glauburgs, hat sich aus einer Eisenbahnergemeinde entwickelt, die landwirtschaftlich geprägt war. So kann es nicht verwundern, dass ein liebevoll erschaffener Modellbahnhof die Besucher begeistert. Oberhalb des Dorfes Glauberg am Hang des gleichnamigen Berges zeigt seit 2011 das Museum der Keltenwelt Glauberg reich ausgestattete keltische Fürstengräber.Die einzigartige steinerne Stele eines Keltenkriegers ist eine weitere Attraktion, die international bekannt ist. Der Ortsteil Hof Leustadt , eine ehemalige Wasserburg, erinnert manche an das Dornröschenschloss der Gebrüder Grimm. Das Auengebiet der Nidderwiesen ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen und man kann allerlei geschützte Pflanzen und Tiere beobachten. Seggenrieder und Knabenkrautarten sowie Weißstorch, Eisvogel, Sumpfschildkröte und Bieber sind hier zu Hause.

 

Start an der Keltenwelt am Glauberg

Mit einem ersten fantastischen Weitblick beginnen wir unsere Wanderung bergwärts. Nach wenigen Metern öffnet sich ein kleiner Steinbruch unseren Blicken.
Hier ist die einzige Stelle in Hessen, wo man mehrere ehemals dünnflüssige Lavadecken aus der aktiven Zeit des Vogelsbergvulkans vor 17-15 Millionen Jahren ungestört beobachten kann. Eine Informationstafel erläutert die Einzelheiten. Nach einem kurzen kräftigen Anstieg über 30 Höhenmeter gelangen wir auf das Bergplateau.
Entlang des mittig gelegenen Hauptweges erreicht man nach ca. 250 m den sagenumwobenen Weiher und eine Aussichtsplattform, die einen beeindruckenden Blick von der Höhe auf das Nidder- und Bleichenbachtal gewährt. Nebenan ducken sich die Grundmauern hochmittelalterlicher „Stadthäuser“ in ehemalige Steinbruchgruben, die weitere Einblicke in den basaltischen Aufbau des Glaubergs bieten.
Kurz nach dem Verlassen des Plateaus durch die Stockheimer Pforte biegen wir rechts ab, vorbei an den Steinbruchlöchern der alten Glauberger Backofenbaumeister, wandern ein kurzes Stück auf den Vorwällen und staunen über die noch ca. 12 m hohen Reste der bis in die Keltenzeit zurückreichenden Abschnittsmauer.
Wir gelangen zur VHC-Hütte, rasten dort auf bequemen Bänken und genießen dabei herrliche Blicke nach Norden in Richtung Konradsdorf (ehemaliges PrämonstratenserKloster), nach Nordosten in Richtung Stadt und Schloss Ortenberg und nach Osten über die Stadt Büdingen.

 

Eisenkaute

Nun geht es in mehreren Windungen an den Schluchten der Eisenkaute entlang. 1621 wird in der Nähe ein Eisenbergwerk genannt. Nach dem Erreichen des asphaltierten Steinwaldweges geht es talwärts in Richtung Stockheim am Hochbehälter vorbei. Hier haben sich aus den 1940er Jahren die seltenen Maulbeerbäume erhalten, die einer Seidenraupenzucht dienen sollten. Vorbei am aufgelassenen (privaten) Kalksteinbruch geht es an der Linksabbiegung des Weges geradeaus einem Fußpfad abwärts folgend in die Kieskaute. Oberhalb (bergwärts) der Kieskaute befindet sich ein sehenswertes Pflanzenbiotop (Kalkmagerrasen).

 

Kieskaute

Das Geotop „Kieskaute Stockheim“ bietet dem Betrachter einen Einblick in die Erdgeschichte von vor 260 Millionen Jahren (Permzeitalter). Einzig in Deutschland sieht man hier die Übergangsschichten vom Rotliegend-Ton über mächtige Sand- und Schotterbänke eines ehemaligen Flusses zu den Ablagerungen des Zechsteinmeeres mit Kupferletten und Kalkbänken. Wir verlassen die Kieskaute anschließend in Richtung Ortskern vorbei am Feuerwehrgerätehaus Stockheim. Wir bleiben links der Eisenbahnschienen und wandern am Bahndamm entlang, kreuzen die Landesstraße 1191 an der Ampelanlage und folgen weiter der Bahn bis zum Bleichenbach, überqueren diesen nach rechts und folgen dem „Schwarzen Weg“ zum (Modell-) Bahnhof Stockheim.

 

Naturschutzgebiet Hessel

Gleich hinter dem Bahnhof biegen wir links in Richtung des Wiesengeländes ab und gehen hinter den Häusern rechts auf einem Grasweg weiter mit Blick auf das Naturschutzgebiet Hessel. Wir erreichen die Kreisstraße nach Leustadt nach der Nidderbrücke. Auf der Kreisstraße – wir achten auf den Verkehr - gehen wir ca. 300m bis zum ersten Feldweg, der links in Richtung des Dorfes Glauberg abbiegt. Vor dem Steilhang des Lohrrains erreichen wir eine Ruhebank, mit der Option, die Abkürzung mit der Markierung „Weißes Band“ direkt zur Glauberger Mühle vorbei am Trockenrasengebiet „Lohrrain“ zu nehmen, die alte Sandsteinbrücke von 1867 zu bewundern oder rechts in Richtung Wüstenrain weiterhin dem „Panoramaweg“ mit dem Wanderzeichen „Weißer Kreisring“ zu folgen.

 

Ausblick „Schwarze Erde“

Der „Panoramaweg“ führt als Gras-Schotterweg zunächst auf ebener Strecke entlang eines Trockenrasenhanges. Danach öffnet sich links baumbestanden die „erste Schlucht des Wüstenraines“, der wir ca. 200 m folgen, um dann zwischen einer rechts-links Wendung ein steiles Stück Grasweg zu bewältigen. Ein Asphaltweg steigt dann bis zur Höhe „Vor dem Buchwald“ auf und biegt an einer Wegmarkierung scharf links in Richtung Dorf Glauberg ab. Nach ca. 500m haben wir an einer Wegkreuzung auf einer Ruhebank einen fantastischen Blick auf das Niddertal vom hohen Vogelsberg bis zu den Hochhäusern Frankfurts. Wir wenden uns nun rechts nach Süden und wandern im großen Linksbogen vorbei am Trockenrasengebiet „Lochgraben“ und erreichen talwärts die Glauberger Mühle. Wir überqueren „die Millbach" und „die Bach“ (Nidder) in Richtung des Bahnhofs Glauberg.

 

Alte Dorfmitte Glauberg

Hinter den Bahnschranken biegen wir links in die Rathausgasse ein, überqueren die Hauptstraße und treffen die Dorfmitte Glaubergs. Im oberen Schulhof erinnert ein Gedenkstein an die vertriebenen jüdischen Mitbürger Glaubergs. Das dortige Glauberg-Museum ist auf Anfrage geöffnet (06041-8813). Von der Wandelhalle zweigt ein kleiner Durchgang ab, der uns zur Schulstraße führt. Rechter Hand befindet sich der Glauberger Judenfriedhof. Wir wenden uns nach links und erreichen nach ca. 100m den Gemeindefriedhof, wandern an seiner Mauer entlang und kreuzen die Freiherr-vom-Stein-Straße. Dem Schild "Chattenweg" folgend wandern wir bergauf vorbei am Glauberger Wasserhochbehälter.

 

Keltische Wallanlagen

Vor der kräftig ansteigenden „Eiskurve“ sehen wir Reste der eindrucksvollen keltischen Wallanlagen. Begleitet von Streuobstwiesen, laufen wir auf ebenem Asphaltweg unterhalb eines aufgelassenen Basalt-Steinbruchs vorbei. Es öffnet sich ein weiter Blick auf die Wetterau mit Frankfurt am Main am südwestlichen Horizont und dem Taunus im Westen (rechts). Hinter einem verwilderten Gartengrundstück, zwanzig Meter talwärts, befindet sich in einem Betonrohr gefasst, der Auslauf des berühmten „Glauberg-Borns“. Von ihm wurde im 18. Jahrhundert „gutes heilkräftiges Wasser“ in das Dorf geleitet. Die zugehörige Brunnenkammer kann man links oberhalb des Weges hinter einem Schutzzaun erkennen. Dahinter, vor dem Wald, leuchtet hell das Naturfreundehaus. Nach wenigen Metern erreichen wir den ausgeschilderten offiziellen Fußweg zur Keltenwelt. Von hier sind es noch ca. 400m zum Parkplatz des archäologischen Landes-Museums.

 

Verfasst von: Werner Erk